Eisen-Bisglycinat vs. Eisensulfat: Was ist der Unterschied und welches ist besser? - Kornkammer Natur

Eisen-Bisglycinat vs. Eisensulfat: Was ist der Unterschied und welches ist besser?

Was ist Eisen-Bisglycinat?

Eisen-Bisglycinat (auch: Eisenbisglycin oder chelatiertes Eisen) ist eine organische Eisenverbindung, bei der das Eisen an zwei Glycin-Aminosäuren gebunden ist. Diese sogenannte Chelatbindung schützt das Eisen vor Wechselwirkungen im Verdauungstrakt und ermöglicht eine effizientere Aufnahme im Dünndarm.

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Was ist Eisensulfat?

Eisensulfat ist eine anorganische Eisenverbindung und gehört zu den am häufigsten eingesetzten Eisenpräparaten in der Schulmedizin. Es ist kostengünstig, aber bekannt für seine Nebenwirkungen wie Übelkeit, Verstopfung, Magenkrämpfe und dunklen Stuhl.

Eisen-Bisglycinat vs. Eisensulfat: Die wichtigsten Unterschiede

Bioverfügbarkeit: Eisen-Bisglycinat wird über einen eigenen Transportweg (Peptidtransporter PepT1) im Darm aufgenommen und ist dadurch unabhängig von hemmenden Faktoren wie Phytaten oder Tanninen. Studien zeigen eine bis zu 4-fach höhere Bioverfügbarkeit im Vergleich zu Eisensulfat [1].

Verträglichkeit: Eisen-Bisglycinat verursacht deutlich seltener Magenprobleme. Es ist besonders geeignet für Menschen mit empfindlichem Magen, Reizdarm oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Klinische Studien bestätigen signifikant weniger gastrointestinale Nebenwirkungen gegenüber Eisensulfat [2].

Wechselwirkungen: Eisensulfat kann die Aufnahme anderer Mineralstoffe (z. B. Zink, Kalzium) hemmen und reagiert mit bestimmten Medikamenten. Eisen-Bisglycinat ist in dieser Hinsicht deutlich unkritischer.

Eisen-Bisglycinat im Vergleich zu Eisensulfat Grafik Vorteile

Wann ist Eisen-Bisglycinat besonders sinnvoll?

Eisen-Bisglycinat eignet sich besonders für folgende Personengruppen:

  • Frauen mit starker Menstruation und niedrigem Ferritin-Wert
  • Schwangere und Stillende mit erhöhtem Eisenbedarf
  • Veganer und Vegetarier, die kein Häm-Eisen aus Fleisch aufnehmen
  • Sportler mit erhöhtem Eisenumsatz
  • Personen mit Eisenmangelanämie oder chronischem Eisenmangel
  • Menschen, die Eisensulfat schlecht vertragen

Wie viel Eisen braucht der Körper täglich?

Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) beträgt der tägliche Eisenbedarf für Frauen im gebärfähigen Alter 15 mg, für Schwangere 27 mg und für Männer 10 mg [3]. Bei diagnostiziertem Eisenmangel können therapeutische Dosen von 40–100 mg täglich sinnvoll sein – am besten in Absprache mit einem Arzt.

Warum Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert

Vitamin C (Ascorbinsäure) reduziert dreiwertiges Eisen (Fe³⁺) zu zweiwertigem Eisen (Fe²⁺), das vom Körper leichter aufgenommen werden kann. Die gleichzeitige Einnahme von Eisen und Vitamin C – idealerweise aus natürlichen Quellen wie Acerolakirschen – kann die Resorption von Non-Häm-Eisen signifikant steigern [4]. Unser Eisen-Bisglycinat mit Acerola-Vitamin C kombiniert beides in einer Tablette.

Fazit

Eisen-Bisglycinat ist die modernere, besser verträgliche und bioverfügbarere Alternative zu klassischem Eisensulfat. Wer unter Eisenmangel leidet oder Eisensulfat schlecht verträgt, sollte chelatiertes Eisen in Betracht ziehen – am besten kombiniert mit natürlichem Vitamin C aus Acerola, wie in unserem Eisen-Bisglycinat 40 mg.

Quellen & Studien

  1. Layrisse M. et al. (2000): Iron bioavailability in humans from breakfasts enriched with iron bis-glycine chelate. Journal of Nutrition, 130(9):2195–2199. PubMed
  2. Szarfarc S.C. et al. (2001): Relative effectiveness of iron bis-glycinate chelate (Ferrochel) and ferrous sulfate in the control of iron deficiency in pregnant women. Archivos Latinoamericanos de Nutrición, 51(1 Suppl 1):42–47. PubMed
  3. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Eisen. dge.de
  4. Hallberg L. et al. (1987): The role of vitamin C in iron absorption. International Journal for Vitamin and Nutrition Research, Supplement 30:103–108. PubMed