Silizium – Das unterschätzte Mineral für Haut, Haare & Nägel - Kornkammer Natur

Silizium – Das unterschätzte Mineral für Haut, Haare & Nägel

Was ist Silizium?

Silizium (chemisches Symbol: Si) ist nach Sauerstoff das zweithäufigste Element der Erdkruste. Im menschlichen Körper kommt es als Kieselsäure (Orthosiliciumsäure, H₄SiO₄) vor – die biologisch aktive Form, die vom Körper aufgenommen und verwertet werden kann.

Silizium ist in nahezu allen Geweben des Körpers vorhanden, besonders konzentriert in Haut, Haaren, Nägeln, Knochen und Knorpel. Mit zunehmendem Alter nimmt der Siliziumgehalt im Körper jedoch deutlich ab – was viele altersbedingte Veränderungen erklären kann.

Wirkung von Silizium auf Haut, Haare & Nägel

Haut

Silizium ist ein zentraler Baustein für die Kollagensynthese. Kollagen ist das wichtigste Strukturprotein der Haut und verantwortlich für Festigkeit, Elastizität und Feuchtigkeit. Studien zeigen, dass eine ausreichende Siliziumversorgung:

  • die Hautfeuchtigkeit verbessert
  • feine Linien und Falten reduziert
  • die Hautelastizität erhöht
  • die Wundheilung unterstützt

[1]

Haare

Silizium stärkt die Haarstruktur von innen. Es ist Bestandteil des Haarschafts und trägt zur Festigkeit, Glanz und Wachstum der Haare bei. Ein Mangel zeigt sich häufig durch brüchiges, stumpfes Haar und erhöhten Haarausfall.

Nägel

Brüchige, splitternde Nägel sind oft ein Zeichen für Silizium- oder Kieselsäuremangel. Silizium stärkt die Nagelmatrix und fördert gesundes, gleichmäßiges Nagelwachstum.

Silizium & Knochen

Silizium spielt eine wichtige Rolle bei der Knochenbildung und -mineralisierung. Es unterstützt die Aktivität von Osteoblasten (knochenaufbauende Zellen) und fördert die Einlagerung von Kalzium und Phosphor in die Knochenmatrix. [2]

Mangelzeichen – Woran erkenne ich einen Silizium-Mangel?

Da Silizium nicht zu den klassischen „essentiellen" Spurenelementen zählt, wird ein Mangel oft übersehen. Typische Anzeichen sind:

  • Brüchige, splitternde Nägel
  • Stumpfes, brüchiges Haar & Haarausfall
  • Fahle, trockene Haut mit verminderter Elastizität
  • Schwache Knochen & erhöhte Frakturanfälligkeit
  • Gelenkbeschwerden & Knorpelprobleme
  • Verlangsamte Wundheilung

Besonders gefährdet sind ältere Menschen, da der Siliziumgehalt im Körper mit dem Alter natürlich abnimmt.

Natürliche Lebensmittelquellen für Silizium

Silizium kommt in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor, besonders in:

  • Vollkorngetreide – Hafer, Gerste, Hirse (besonders reich)
  • Bambus – einer der reichsten natürlichen Siliziumquellen überhaupt
  • Grüne Bohnen
  • Bananen
  • Linsen & Hülsenfrüchte
  • Mineralwasser – je nach Quelle siliziumreich
  • Schachtelhalm (Zinnkraut) – traditionell als Kieselsäurequelle genutzt

Tierische Produkte enthalten kaum Silizium. Eine rein tierisch geprägte Ernährung kann daher zu einer Unterversorgung führen.

Silizium als Nahrungsergänzungsmittel

Da die Siliziumaufnahme über die Nahrung oft nicht ausreicht – besonders bei verarbeiteten Lebensmitteln – kann eine gezielte Supplementierung sinnvoll sein.

Silizium aus Bambusextrakt

Bambus gehört zu den siliziumreichsten Pflanzen der Welt. Silizium aus Bambusextrakt wird in Kombination mit Zink angeboten – einem weiteren wichtigen Mineral für Haut, Haare und Nägel.

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Fazit

Silizium ist ein oft unterschätztes Mineral mit weitreichenden Wirkungen auf Haut, Haare, Nägel, Knochen und Gelenke. Besonders im Alter lohnt es sich, auf eine ausreichende Versorgung zu achten – sei es über siliziumreiche Lebensmittel oder hochwertige Nahrungsergänzungsmittel.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an einen Arzt oder Heilpraktiker.

Quellen & Studien

  1. Barel, A.O. et al. (2005): Effect of oral intake of choline-stabilized orthosilicic acid on skin, nails and hair in women with photodamaged skin. Archives of Dermatological Research, 297(4), 147–153.
  2. Jugdaohsingh, R. et al. (2004): Dietary silicon intake is positively associated with bone mineral density in men and premenopausal women. Journal of Bone and Mineral Research, 19(2), 297–307.

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